Liquiditätspools und Liquidity Sweeps
Liquiditätspools sind Ansammlungen von Stop-Loss-Aufträgen, ausstehenden Aufträgen oder gleichen Hochs und Tiefs, die größere Marktteilnehmer für effiziente Ein- oder Ausstiege nutzen. Sie befinden sich häufig knapp oberhalb von Swing-Hochs oder unterhalb von Swing-Tiefs.
Ein Liquidity Sweep entsteht, wenn der Kurs diese Ansammlungen schnell abholt und anschließend dreht. Die aufgenommene Liquidität kann die eigentliche Richtungsbewegung unterstützen.

Fair Value Gaps (FVG)
Ein Fair Value Gap entsteht bei einer aggressiven Kursbewegung als Ineffizienz zwischen drei aufeinanderfolgenden Kerzen, bei der das Hoch oder Tief der mittleren Kerze nicht überlappt wird. Märkte kehren häufig zurück, um diese Ungleichgewichte zu schließen.
Deep-Learning-Modelle können die Erkennung und Wahrscheinlichkeitsbewertung einer Schließung verbessern, indem sie historische Auflösungsmuster analysieren.

Order Blocks
Order Blocks kennzeichnen Bereiche, in denen zuvor erheblicher Kauf- oder Verkaufsdruck auftrat, typischerweise institutionelle Akkumulations- oder Distributionszonen. In SMC-Modellen kehrt der Kurs häufig zu diesen Niveaus zurück, wo sie als Unterstützung, Widerstand oder Umkehrzone wirken können.
Beispiel: Ein bullischer Order Block entsteht an einem Swing-Tief, an dem aggressive Käufe eine Abwärtsbewegung stoppten. Spätere Kursbewegungen reagieren häufig auf diese Zone.

Breaker Blocks und Mitigation Blocks
Ein Breaker Block entsteht, wenn der Kurs einen bestehenden Order Block oder Mitigation Block vollständig durchbricht und jenseits davon schließt. Das ungültig gewordene Niveau wechselt häufig seine Funktion und wird in der neuen Trendrichtung zur Unterstützung oder zum Widerstand.
Beispiel: Der Kurs respektiert zunächst einen bärischen Order Block als Widerstand. Später durchbricht eine starke Kerze die Zone und schließt klar darüber. Bei einem Rücklauf wird der frühere Widerstand häufig zur Unterstützung. Diese umgewandelte Zone ist der Breaker Block.
Mitigation Blocks sind kleinere Zonen innerhalb eines größeren Order Blocks, zu denen der Kurs bereits zurückgekehrt ist und auf das ursprüngliche Ungleichgewicht teilweise reagiert hat. Statt am gesamten Order Block zu drehen, reduziert der Kurs zunächst einen Teil davon. Diese Bereiche dienen häufig als sekundäre Unterstützung oder als Zwischenwiderstand, besonders in Seitwärtsmärkten oder Rückläufen.
Beispiel: Nach einer starken bullischen Bewegung kehrt der Kurs zu einem bullischen Order Block zurück. Er reagiert zunächst nur im oberen Teil, dem Mitigation Block. Diese kleinere Zone kann beim nächsten Rücklauf als vorübergehende Unterstützung dienen.

Marktstruktur und Displacement
Die Marktstruktur wird durch die Abfolge höherer Hochs und höherer Tiefs im Aufwärtstrend oder niedrigerer Hochs und niedrigerer Tiefs im Abwärtstrend bestimmt. Displacement bezeichnet starke, impulsive Kursbewegungen, die das Momentum bestätigen.
Ein Break of Structure (BOS) bestätigt die Trendfortsetzung, während ein Change of Character (CHOCH) die erste mögliche strukturelle Umkehr signalisiert.

Inducement
Inducement ist eine gezielte Kursbewegung, die Stopps privater Marktteilnehmer auslöst oder sie vor Beginn der eigentlichen Richtungsbewegung in ungünstige Positionen lockt, häufig durch falsche Ausbrüche oder Liquidity Sweeps.

Optimal Trade Entry (OTE)
Optimal Trade Entry bezeichnet eine Fibonacci-basierte Retracement-Zone, üblicherweise zwischen 0,618 und 0,705, innerhalb einer impulsiven Bewegung. Sie ist am institutionellen Orderflow ausgerichtet und kann Einstiege mit hoher Wahrscheinlichkeit und günstigem Chance-Risiko-Verhältnis bieten.
