Wichtige Finanzinstrumente

Instrumente

Übersicht der Handelsinstrumente einschließlich Indizes

Indizes

Ein Index ist ein Referenzwert, der die Wertentwicklung einer Gruppe von Aktien oder anderen Vermögenswerten abbildet und damit ein Marktsegment repräsentiert.
Er ist nicht direkt investierbar, sondern eine statistische Kennzahl, beispielsweise ein gewichteter Durchschnitt von Kursen.

Zweck: Die allgemeine Marktverfassung oder Sektorentwicklung beurteilen und Anlagen vergleichen.

Beispiele: S&P 500 mit großen US-Unternehmen und Dow Jones mit 30 bedeutenden Unternehmen.

NASDAQ Composite und NASDAQ 100

NASDAQ Composite: Ein breiter Index mit allen an der NASDAQ notierten Aktien. Er umfasst mehr als 3.000 nationale und internationale Unternehmen aus Bereichen wie Technologie, Finanzen und Gesundheit.
Der Index ist nach Marktkapitalisierung gewichtet, stark von Technologie geprägt, enthält jedoch auch Finanzwerte und kleinere Unternehmen.
Er bildet den gesamten NASDAQ-Markt ab.


NASDAQ 100: Eine Auswahl der 100 größten Nicht-Finanzunternehmen an der NASDAQ. Aufgrund mehrerer Aktiengattungen umfasst er tatsächlich etwa 101 bis 103 Wertpapiere.
Finanzunternehmen wie Banken sind ausgeschlossen; der Schwerpunkt liegt unter anderem auf Technologie, Verbraucherdienstleistungen und Gesundheit.
Große Technologiekonzerne wie Apple, Microsoft und Amazon haben ein besonders hohes Gewicht.
Wesentlicher Unterschied: Der Composite ist breiter diversifiziert und enthält kleinere Unternehmen sowie Finanzwerte. Der NASDAQ 100 ist wachstumsorientierter, technologielastiger und meist volatiler.

Chart zum Vergleich von NASDAQ Composite und NASDAQ 100

ETFs (Exchange-Traded Funds)

Gebündelte Anlagefonds, die wie einzelne Aktien an Börsen gehandelt und während des Tages fortlaufend bepreist werden.
Sie bilden meist passiv einen Index, Sektor, Rohstoff oder Korb von Vermögenswerten ab; manche werden aktiv verwaltet.
Häufig halten sie die tatsächlichen Basiswerte, beispielsweise die Aktien eines Index.

Vorteile: Niedrige Kosten, Liquidität, steuerliche Effizienz und Diversifikation.

Beispiel: QQQ bildet den NASDAQ 100 ab, SPY den S&P 500.

Investmentfonds

Gebündelte Anlagen ähnlich wie ETFs, deren Preis jedoch nur einmal täglich anhand des Nettoinventarwerts nach Börsenschluss ermittelt wird.
Sie werden direkt über die Fondsgesellschaft und nicht an einer Börse gekauft oder verkauft.
Sie können aktiv verwaltet werden oder passiv einen Index abbilden.
Die Verwaltungsgebühren sind häufig höher als bei ETFs.

ETFs und Investmentfonds

Wesentliche Unterschiede zwischen ETFs und Investmentfonds

Derivate

Derivate sind Finanzkontrakte, deren Wert von einem Basiswert wie einer Aktie, Anleihe, einem Rohstoff, einer Währung oder einem Index abgeleitet wird.
Sie begründen kein Eigentum am Basiswert, ermöglichen jedoch Spekulation auf Kursbewegungen oder die Absicherung von Risiken.

Gängige Arten: Futures, Optionen, Forwards und Swaps.

Merkmale: Häufig gehebelt, an Börsen oder außerbörslich gehandelt und mit begrenzter Laufzeit.

Risiko: Hohes Gewinnpotenzial, aber ebenso erhebliche Verlustrisiken.

Aktien- und Index-Futures

Eine bestimmte Art von Derivat, die an Aktien oder Aktienindizes gebunden ist.
Der Kontrakt verpflichtet zum Kauf oder Verkauf einer Aktie oder eines Index zu einem festgelegten Preis an einem zukünftigen Termin.
Anders als beim direkten Aktienkauf entsteht bis zur Abrechnung kein Eigentum; Index-Futures werden häufig bar ausgeglichen.

Merkmale: Häufig gehebelt, an Terminbörsen gehandelt und mit festgelegter Laufzeit.

Risiko: Hohes Gewinnpotenzial, aber ebenso erhebliche Verlustrisiken.

Verwendung: Absicherung gegen Kursrückgänge oder Spekulation auf die Marktrichtung.

Unterschied zu Aktien: Kein Eigentum und keine Dividenden; stattdessen Margin und tägliche Mark-to-Market-Abrechnung.

Beispiel: E-mini S&P 500 Futures bilden die Wertentwicklung des S&P 500 ab, ohne alle 500 Aktien zu kaufen.

Diagramm zur Funktionsweise von Aktienindex-Futures

Vergleichsmatrix

KonzeptEigentum an Basiswerten?Wie Aktien gehandelt?PreisermittlungTypische VerwendungBeispiele
IndizesNicht anwendbar (nur Referenzwert)NeinEchtzeitberechnungWertentwicklung abbildenNASDAQ Composite, S&P 500
ETFsJa (hält Basiswerte)JaUntertägigPassive Indexabbildung; niedrige GebührenQQQ (NASDAQ 100), VOO (S&P)
InvestmentfondsJa (hält Basiswerte)NeinTagesendeAktiv oder passiv; höhere Gebühren möglichVanguard-Indexfonds
DerivateNeinJe nach Börse oder OTCEchtzeitSpekulation oder Absicherung; gehebeltOptionen, Swaps
Aktien- und Index-FuturesNein (bis zur Abrechnung)An TerminbörsenEchtzeitKünftige Kurse; marginbasiertE-mini NASDAQ 100 futures

ETFs und Investmentfonds: ETFs sind flexibler und liquider, häufig günstiger und steuerlich effizienter. Investmentfonds eignen sich für Anleger mit Abrechnung zum Tagesende oder für aktive Strategien.

Indizes und Fonds: Ein Index kann nicht direkt gekauft werden. ETFs oder Investmentfonds ermöglichen seine Abbildung.

Futures und ETFs: Futures sind Derivate ohne Eigentum am Basiswert und mit höherem Hebel und Risiko. ETFs bieten ein direktes wirtschaftliches Engagement mit geringerer Komplexität.

Diese Instrumente ermöglichen ein Marktengagement ohne den Kauf einzelner Aktien. Risiken wie Marktvolatilität, Gebühren und Steuern müssen dennoch berücksichtigt werden.